Überleben am Red River (März 2018)

 

 

 

 

 

 

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Eine Schweizer Auswanderergruppe von 170 Personen traf im Spätherbst 1821 nach einer strapaziösen Reise endlich am Bestimmungsort ein -– zeitgleich mit dem kanadischen Winter. Um wenigstens ein Dach über dem Kopf zu haben, verheirateten die Siedler ihre jungen Frauen mit bereits ansässigen Soldaten. Die Not war gross – viele überlebten den Winter nur dank der Unterstützung der Indianer. Mit ihnen schloss der junge Maler Peter Rindisbacher Freundschaft: Er dokumentierte die Reise, das Leben der Ureinwohner und frühen Siedler mit faszinierenden Bildern. Im Zentrum des Romans stehen Peters Schwester Elisabeth und die zehnjährige Anni.

Therese Bichsel, die schon in ihrem letzten Roman “Die Walserin” ein Emigranten-Schicksal aufgegriffen hat, zeichnet auch hier ein Bild von schweizerischen Landsleuten, deren Geschichte angesichts der aktuellen Flüchtlingsproblematik keineswegs fern erscheint und daher mitten ins Herz trifft. Der Bund, Beatrice Eichmann-Leutenegger

Die Walserin. Eine Familie wandert durch die Jahrhunderte (2015, 3. Aufl. 2016)

 

 

 

 

 

 

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Im Spätmittelalter brachen die Walser auf, um sich eine neue Existenz zu schaffen. Eine Gruppe wanderte vom Lötschental ins Lauterbrunnental und gründete die Orte Mürren, Gimmelwald und Ammerten. Die Wanderung und die Landnahme waren anspruchsvoll, das Leben hart. Barbara, eine junge Walserin, wird nach Schicksalsschlägen zur eigenständigen Bäuerin und Hebamme. Viel spätere Nachkommen finden im Lauterbrunnental kein Auskommen mehr und wandern als Käser in den Kaukasus aus. Nach Jahren der Arbeit stellt sich wirtschaftlicher Erfolg ein. Aber die Folgen der russischen Revolution zwingen zur Rückkehr in die Schweiz oder erneuten Auswanderung nach Kanada …

Therese Bichsel, mit zahlreichen Büchern zu historischen Figuren hervorgetreten, wendet sich diesem gerade jetzt brennend aktuellen Thema zu und spannt den Bogen von 1300 bis 1945. So entwickelt sich eine mitreissende Geschichte der Aufbrüche, der Glücksfälle und Schicksalsschläge, des Werdens und Vergehens. Der Bund, Beatrice Eichmann-Leutenegger

Grossfürstin Anna (2012, 4. Aufl. 2016)

 

 

 

 

 

 

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Prinzessin Juliane von Sachsen-Coburg ging als Grossfürstin Anna Feodorowna (1781-1860) in die Geschichte ein. Mit vierzehn wurde sie von der Zarin Katharina nach Russland beordert und mit dem Grossfürsten Konstantin verheiratet. Die Ehe war ein Alptraum. Anna floh zurück nach Coburg und weiter in die Schweiz, nach Bern. Dort begründete sie ihr schönes Gut Elfenau. In Bern hofierte man der Grossfürstin, deren Schwager der mächtige Zar Alexander war. Anna führte aber nicht nur ihr offizielles Leben – sie wurde Mutter zweier unehelicher Kinder. Das Leben, das sie sich erträumte, gelang nur in Ansätzen.

Nahe den Eisriesen (2008)

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Gletscher, Seen, Wasserfälle lockten die Fremden schon vor 200 Jahren in die Berge. Clara Schumann hielt sich in Interlaken auf, Johannes Brahms und Heinrich von Kleist in Thun, Clara von Rappard malte lieber in Matten als in München. Goethe liess sich vom Staubbachfall zum „Gesang der Geister über den Wassern“ inspirieren,  Alexandre Dumas schrieb über den Mord im Berggasthaus Schwarenbach. Felix Mendelssohn komponierte ein Liebeslied, Madame Vigée-Le Brun malte das Unspunnenfest und Ferdinand Hodler wagte sich endlich ans Dreigestirn Eiger, Mönch und Jungfrau. In zehn amüsanten Texten spürt die Autorin den Porträtierten und ihrem Alltag nahe den Eisriesen nach.

Ihr Herz braucht einen Mann (2006)

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Eine Frau meldete sich Ende des 18. Jahrhunderts zu Wort: Marianne Ehrmann-Brentano. Ins Rampenlicht trat sie mit ihrer in keckem Ton verfassten ‚Philosophie eines Weibs‘; bekannt wurde sie als eine der ersten Schriftstellerinnen und Herausgeberin von Frauenzeitschriften. Marianne Brentano heiratete in zweiter Ehe den Publizisten Theophil Ehrmann. Das Paar versuchte, sich schreibend über Wasser zu halten. Dies trug vor allem der Frau massive Kritik ein, die wohl mitschuldig war an ihren Krankheiten und ihrem frühen Tod. Anerkennung fand Marianne Ehrmann-Brentano bei ihren Leserinnen.

Catherine von Wattenwyl (2004, 3. Auflage 2012)

 

 

 

 

 

 

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Eine Verhaftung wirbelte Ende 17. Jahrhundert viel Staub auf: Die Berner Adlige Catherine von Wattenwyl wurde als Spionin des Franzosenkönigs Louis XIV festgenommen. Der folgende Prozess rückte das Leben einer Frau ins Zentrum, die sich nie an die Vorgaben ihrer Zeit gehalten hatte. Zweimal wurde Catherine von ihren Brüdern zwangsweise verheiratet. Die erste Ehe führte sie als Pfarrfrau ins Simmental, die zweite als Frau eines Gerichtsschreibers nach Neuenburg. Catherine wurde Mutter eines Sohnes. Und sie liess dem französischen Botschafter Informationen aus der Berner Regierung zukommen, mit fatalen Folgen …

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Catherine de Watteville grandit au château d’Oron dans le Pays de Vaud. Plus attirée par les armes à feu que par les poupées, elle apprend très jeune à monter à cheval et devient une excellente cavalière. Suite à des revers de fortune, l’intrépide amazone est mariée à un prédicateur bernois. Elle refuse de se contenter de la vie minuscule des femmes de pasteur de ce temps. Grande admiratrice de Louis XIV, l’aventurière se voit alors confier des missions d’agent secret qui lui réservent bien des surprises …

Das Haus der Mütter (2001, 2. Auflage)

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Nach dem Tod ihrer Mutter fährt Anne Held zurück ins Dorf ihrer Kindheit. Sie will Abschied nehmen und die Wohnung räumen. Doch dann stösst sie auf alte Fotos und Dokumente und folgt dem Leben ihrer Ahninnen, der seltsamen Bäuerin Barbara, der tüchtigen Krämersfrau Rosa, des selbstbewussten Postfräuleins Luise. Und schliesslich kommt sie auch ihrer Mutter Leni näher, die aus der dörflichen Enge ausbrach und mit dem unehelichen Kind Anne heimkehrte. Nie gab die Mutter Auskunft zum Vater von Anne. Kann Anne jetzt – nach dem Tod der Mutter – noch mehr erfahren?

Die Reise zum Einhorn (1999)

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Sibyl, eine 41-jährige Bibliothekarin, steckt in einer Lebenskrise. Da liegt eines Tages ein Buch auf ihrem Tisch: Es hat ein Einhorn auf dem Umschlag und innen nur leere Seiten. Das geheimnisvolle Buch lässt Sibyl nicht mehr los, sie folgt den Spuren des Einhorns in der Geschichte und an verschiedenen Orten. Unterschiedliche Menschen kreuzen ihren Weg auf der Suche nach dem Einhorn, eine zarte Liebesgeschichte entwickelt sich. Schliesslich entdeckt Sibyl „ihr“ Einhorn – und einen neuen Sinn in ihrem Leben.

Schöne Schifferin (1997, 2. Auflage)

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Die schöne Schifferin von Brienz war sie einst, berühmt und verehrt. Sie ruderte und sang, wurde von den Fremden aufgesucht, bestaunt und porträtiert. In der Zeit des aufkommenden Tourismus Anfang 19. Jahrhundert war Elisabeth Grossmann die berühmteste Schweizerin. Doch dann liess sie der junge Neuenburger Professor, den sie liebte, wegen zu grossen Standesunterschiedes sitzen. Elisabeth heiratete den Wirt in Unterseen, gebar viele Kinder und liess sich von ihrem gewalttätigen Mann scheiden. Wenige Jahre später erwartet sie wieder ein Kind und steht vor einer äusserst schwierigen Entscheidung …